Förderprojekte

Wie kann das elektro- und informationstechnische Handwerk die Welt für die Zukunft stark machen? Und wie kann das Handwerk für die Zukunft stark gemacht werden? – Das sind die beiden zentralen Fragen, denen das BFE auch in verschiedenen Bundesprogrammen nachgeht. Ein Kernthema ist hierbei die Digitalisierung, andere sind die Energiewende oder die Vernetzung von Handwerk.

Die Lernplattform „InteDIGI“

Prüfungsvorbereitungen, Bewerber-Tests und Berichtshefte einfach aus dem Netz ziehen – das erleichterte sowohl Lernenden als auch Lehrenden einiges. Doch bislang gab es viele Plätze im Netz, die richtigen Dokumente zu finden war nicht einfach. Mit der Verbund-Plattform „InteDIGI“ soll sich das ändern: Das Portal bündelt Lernmedien an einem zentralen Ort.

Das Verbundvorhaben „InteDIGI“ verfolgt das Gesamtziel, ein zentrales Lernportal für das elektro- und informationstechnische Handwerk in Deutschland zu schaffen, das von Berufsschulen, überbetrieblichen Ausbildungsstätten und Handwerksbetrieben gleichermaßen genutzt werden kann. Dafür bündeln die Partner des etablierten Netzwerkes ELKOnet ihre jeweils vorhandenen digitalen Lernangebote und verbreiten diese über eine gemeinsame, digitale Lerninfrastruktur.

Das neue Angebot wird die bestehende Online-Ausbildungsplattform, die Online-Plattform für betriebliches Lernen und Visualisierungs- und Simulationstools für spezielle Fachthemen zusammenfassen. Zusätzlich werden Lernerfolgskontrollen, das digitale Berichtsheft, datenbankgestützte Energiemanagement-Visualisierungen und Online-Eignungstests für Bewerber in das Angebot integriert. Ein eigener Baustein sieht die Schulung des Lehrpersonals und der Ausbildenden zu den Nutzungsmöglichkeiten der digitalen Lernangebote vor.

Das Vorhaben „Integriertes Digitales Lernportal für das elektro- und informationstechnische Handwerk – InteDIGI wird im Rahmen des Programms „Transfernetzwerke Digitales Lernen in der Beruflichen Bildung – DigiNet“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Ansprechpartner für Rückfragen

Dipl.-Ing. Thorsten Janßen Direktor

T +49 441 34092-109
E t.janssen@bfe.de

Kompetenzzentrum Digitales Handwerk

Muss sich jeder Handwerksbetrieb digitalisieren, um konkurrenzfähig zu bleiben? Wie kann Digitalisierung im Handwerk aussehen? Was ist Hype, was echter Vorteil, und wo verbergen sich Risiken? – Als „Schaufenster Informations- und Kommunikationstechnologie“ steht das BFE im Rahmen vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk Betrieben bei Fragen der Digitalisierung als Partner zur Seite.

Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) ist ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Es soll das Handwerk dabei unterstützen, Potenziale und Risiken der Digitalisierung für den eigenen Betrieb zu erkennen, eine sinnhafte Digitalisierungsstrategie daraus zu entwickeln und umzusetzen.

Das Bundestechnologiezentrum ist eines von insgesamt fünf sogenannten Schaufenstern in Deutschland, die je einen Themenschwerpunkt der Digitalisierung demonstrieren. Der Fokus vom BFE liegt dabei auf der Informations- und Kommunikationstechnologie; es unterstützt Betriebe bei der Nutzung von IT-gestützten Lösungen und beantwortet Fragen der IT-Sicherheit im Rahmen von der Vernetzung unterschiedlicher Systeme und Geräte.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite des KDH.

Ansprechpartner für Rückfragen

Dipl-Ing. Rainer Holtz Bereichsleiter Digitale Lernmedien

T +49 441 34092-280
E r.holtz@bfe.de

Living Smart

Dass Apps soziale Netzwerke begründen können, ist bereits hinlänglich bewiesen. Doch wo liegen die Grenzen? Bei Living Smart geht es um die Vision eines sozialvernetzten, modernen Wohnquartiers und darum, die Möglichkeiten einer App zu erforschen, über die Bewohner, Dienstleister und Handwerker kommunizieren sollen.

Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf das Zusammenleben von Familien und die Übernahme familiärer Rollen. Die Abnahme familiärer Betreuungskapazitäten führt zu einer Kluft zwischen den erkennbaren Problemlagen in alltäglichen Betreuungssituationen und dem, was als notwendig und wünschenswert erachtet wird. Für viele Menschen hängt die Lebensqualität von der Ausgestaltung des direkten Lebensumfeldes im Quartier inklusive passender Dienstleistungsangebote und der Einbindung in die lokale Gemeinschaft ab. Die lokalen Rahmenbedingungen spielen deshalb sowohl für junge Familien als auch für das Leben im Alter eine entscheidende Rolle. Dazu gehören soziale Netzwerke ebenso wie Wohlfahrt-Strukturen, Dienstleistungsangebote sowie bürgerschaftliches Engagement. Hier gilt es, Netzwerke zu entwickeln, die durch eine Anpassung des Wohnumfeldes, der Infrastruktur sowie der Versorgung mit Einkaufs- und sonstigen Dienstleistungsangeboten stärker auf den tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden.

Das Projekt Living Smart verfolgt das Ziel, die Prozesse rund um ein intelligentes Wohnquartier zu optimieren, Bedarfe zu identifizieren und individualisierte Dienstleistungsangebote zu entwickeln. Dabei sollen zum Beispiel Fahrdienste und Gruppenfahrten sowie Beratungs-, Betreuungs- und Schulungsangebote durch ein virtuelles, generationenübergreifendes Case-Management als Dienstleistungsbündel zur Verfügung gestellt werden.

Das BFE entwickelt für das Projekt Schulungsangebote für das elektro- und informationstechnische Handwerk – sowohl zur Umsetzung der technischen Anforderungen als auch zur Beratung der Bewohner.

Projektpartner:

  • Animus GmbH & Co. KG
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Offis e. V.
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
  • pme Familienservice

Ansprechpartner für Rückfragen

Dipl.-Ing. Thorsten Janßen Direktor

T +49 441 34092-109
E t.janssen@bfe.de