Lehrgang für höheren Berufsabschluss Nr.: 104000

Meisterlehrgang Elektrotechnik: Schwerpunkt Kommunikations- und Sicherheitstechnik
(Teil 1–4 in Vollzeit)

Abschluss: Meisterbrief (HWK)
22 Personen
Oldenburg
1.700 UE
Vollzeit
Die Zukunft hat längst angefangen und mit ihr boomt der Markt der Gefahrenmeldetechnik. Hier arbeiten Videoüberwachungs- und Visualisierungssysteme, Telefonanlagen, Handys und Computer gemeinsam gegen Einbruch, Überfall und Brand. Ein Elektrotechnikermeister mit dem Schwerpunkt Kommunikations- und Sicherheitstechnik kann diese Geräte installieren, warten und im Rahmen der Gebäudeautomatisierung mit anderen Technologien verbinden. Ein Elektrotechnikermeister mit dem Schwerpunkt Kommunikations- und Sicherheitstechnik kann diese Geräte installieren, warten und im Rahmen der Gebäudeautomatisierung mit anderen Technologien verbinden.

Das BFE ist die Meisterschule in Deutschland, die den gesamten Rahmenlehrplan des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erfüllt. Dieser entspricht 1.700 Unterrichtseinheiten.

Fachbezogenes Modul*
Praxis (Teil I)
Kommunikations- und Sicherheitstechnik

  • Komplexe Projektierung, Fachkalkulation und Realisierung von ganzheitlichen Kundenaufträgen im Schwerpunkt Kommunikations- und Sicherheitstechnik
  • Kundenaufträge im Bereich Systemelektronik
  • Kundenaufträge im Bereich Energie- und Gebäudetechnik

Theorie (Teil II)
Kommunikations- und Sicherheitstechnik

Kommunikations- und Datennetze
  • Telekommunikation
  • Weitverkehrsnetze
  • xDSL
  • Sprachübertragung in Datennetzen (VoIP)
  • Datennetzwerktechnik
  • IT-Sicherheit und Firewall
  • Normgerechte Gebäudevernetzung
  • Lichtwellenleitertechnik (LWL)
  • Leitungsmesstechnik für Cu und LWL

Sicherheitstechnik

  • Videoüberwachung
  • Brandmeldeanlagen (DIN 14675)
  • Fachkraft für Sprachalarmanlagen (DIN 14675)
  • Einbruchmeldeanlagen
  • Fachkraft für Feststellanlagen (DIN 14677)

Systemelektronik

  • Gebäudeautomation mit KNX
  • KNX und Einbruchmeldeanlagen

Energie- und Gebäudetechnik

  • Blitz- und Überspannungsschutz
  • Vorschriften (VDE, VDE-Messtechnik)
  • Beleuchtungstechnik
  • Installationsplanung

Betriebsführung
Kommunikations- und Sicherheitstechnik

  • Auftragsabwicklung
  • Betriebsführung und Betriebsorganisation


Fächerübergreifendes Modul*
Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse (Teil III)

  • Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beurteilen
  • Gründungs- und Übernahmeaktivitäten vorbereiten, durchführen und bewerten
  • Unternehmensführungsstrategien entwickeln
Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse (Teil IV)
  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  • Ausbildung vorbereiten und Einstellung von Auszubildenden durchführen
  • Ausbildung durchführen
  • Ausbildung abschließen
* Um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können, behält sich das BFE Änderungen der Lerninhalte vor. Lernziele und Ausbildungsdauer entsprechen den vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erarbeiteten Richtlinien und werden laufend durch aktuelle Themen aus der Praxis ergänzt.

Für folgende Berufsgruppen ist dieser Lehrgang besonders geeignet:

  • Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (HWK)
  • Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik (HWK)
  • Elektroniker für Betriebstechnik (IHK)
  • Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme (IHK)

Die Handwerkskammern entscheiden, wer die Voraussetzungen für die Teilnahme zur Meisterprüfung erfüllt. Nur sie können verlässliche Auskunft geben. Gleichwohl gibt es natürlich für jeden E-Meister erfahrungsgemäß Berufe oder Berufsgruppen, die in der Regel besonders gute Chancen auf Zulassung zur Prüfung haben. Um eine erste Orientierungshilfe zu bieten, hat das BFE daher eine aus seiner Sicht sinnvolle Vorauswahl für jeden seiner E-Meister zusammengestellt.

Für folgende Berufsgruppen ist dieser Lehrgang besonders geeignet:

Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (HWK)
Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik (HWK)
Elektroniker für Betriebstechnik (IHK)
Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme (IHK)

Mehr als 90 Prozent aller Anmeldungen werden problemlos von den Kammern zugelassen. Es gibt aber auch immer Einzelfälle, bei denen die Entscheidung nicht ganz so einfach ist. Ob exotischer Vorberuf, kurze Ausbildungszeit oder ungewöhnlicher Berufsweg – Claudia Nichau, unsere Beraterin für angehende Meister, hilft bei komplexeren Fragen unter Tel.: 0441 34092-131 weiter und plant mit jedem Interessenten den individuell bestmöglichen Karriereweg.

Der Zulassungsantrag von der Handwerkskammer ist hier zum Download bereitgestellt:
Zulassungsantrag Meisterprüfung (HWK)

Der Meisterlehrgang lässt sich in ein fachbezogenes und ein fachübergreifendes Modul untergliedern. Das fachbezogene Modul behandelt im Schwerpunkt die Bereiche Kommunikations-, Sicherheits-, Netzwerk-, Energie- und Gebäudetechnik in Theorie und Praxis. Es umfasst mit einer Dauer von ca. zehn Monaten (1.360 Unterrichtseinheiten) den Großteil der Meisterausbildung. An seinem Ende stehen die Abschlussprüfungen vor der Handwerkskammer (HWK)*.

Das fächerübergreifende Modul behandelt die Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik, dauert ca. zwei Monate (340 Unterrichtseinheiten) und schließt je Bereich mit einer Prüfung ab. Da die Inhalte deutschlandweit standardisiert** sind, können Teilnehmer, die dieses Modul anderweitig absolviert haben, am BFE auch ausschließlich das fachbezogene Modul besuchen. Da das fächerübergreifende Modul dem fachbezogenen vorgelagert ist, können externe Absolventen im Anschluss problemlos zu den anderen stoßen.

Neben dem Präsenzunterricht können Teile der Unterrichtseinheiten als Online-Unterricht (virtuelles Klassenzimmer) durchgeführt werden.

In der abschließenden Meisterprüfung müssen die Teilnehmer unter Beweis stellen, dass sie einen Handwerksbetrieb selbständig führen können. Dazu zählen Leitungsaufgaben in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft, Personalführung und -entwicklung. Außerdem müssen sie die Ausbildung fachgerecht durchführen und ihre berufliche Handlungskompetenz selbständig umsetzen können.

Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Meisterlehrgangs am BFE erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis des BFE und eine Meisterprüfungsbescheinigung der HWK. Die Übergabe der Meisterbriefe erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer großen Meisterfeier durch die Handwerkskammer Oldenburg.

*Bei Erreichen von mindestens 50% im Teil der Sicherheitsprüfung wird durch die Handwerkskammer (HWK) eine Bescheinigung ausgestellt, die den Eintrag in das Installateur-Verzeichnis ermöglicht. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von ca. 2.200 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten bereits enthalten.

**Der wirtschaftliche und rechtliche Teil entspricht dem „Technischen Fachwirt“ (HWK), der berufs- und arbeitspädagogische der „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA).

Lernmittelgebühren: ca. 520 Euro
Prüfungsgebühren: 860 Euro
Prüfungszusatzkosten: ca. 660 EUR
Am Bundestechnologiezentrum bereiten sich Gesellen und Facharbeiter aus dem gesamten Bundesgebiet auf ihren Meister vor. Für ein Jahr wird Oldenburg dann zu einem Zuhause auf Zeit. Wir unterstützen Sie gerne bei der Vermittlung einer Wohnmöglichkeit.
Claudia Nichau

T 0441 34092-131
E c.nichau@bfe.de

Die Teilnehmer des Lehrganges zum Elektrotechnikermeister Kommunikations- und Sicherheitstechnik können während ihrer Lernzeit am BFE verschiedene Zusatzzertifikate/Qualifikationen* erlangen. Die Kosten von insgesamt 7.280 Euro sind in den Gesamtkosten des Meisterlehrganges bereits enthalten. Das BFE weist ausdrücklich auf das hohe Einsparpotential hin.

* betriebsbedingte Gründe können zu inhaltlichen Änderungen der nachfolgenden Qualifikationen führen. Hieraus resultiert kein Anspruch auf Erstattung.

Sachkundiger für den Anschluss von Anlagen und Geräten an das Niederspannungsnetz (ca. 2.200 Euro)
Mit der Bescheinigung der bestandenen Sicherheitstechnikprüfung, die im Rahmen der fachübergreifenden Module aller Lehrgänge absolviert wird, ist ein Eintrag in das Installateur-Verzeichnis als Sachkundiger für den Anschluss elektrischer Anlagen an das Niederspannungsnetz möglich. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 2.200 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten enthalten.

KNX-Zertifikatsprüfung (ca. 1.500 Euro)
Das BFE integriert die vollwertige KNX-Zertifikatsprüfung nach Richtlinien der KNX Association in Brüssel in das brandaktuelle Themenfeld „Smart Building/Gebäudeautomation“. Die Prüfung erfolgt direkt durch die dazu besonders zertifizierten BFE-Dozenten. Die Kosten in Höhe von ca. 1.500 Euro sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten.

Unternehmermodell nach DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (ca. 220 Euro)
In Deutschland muss sich jeder Arbeitgeber/Unternehmer regelmäßig durch Fachkräfte sicherheitstechnisch und betriebsärztlich betreuen lassen (Arbeitsschutzgesetz, DGUV-Vorschrift 2). Bei Kleinbetrieben, mit bis zu 50 Mitarbeitern, kann der Arbeitgeber oder ein verantwortlicher Mitarbeiter bei entsprechender Qualifikation den betrieblichen Arbeitsschutz selbst organisieren. Der erste Baustein ist das "Unternehmermodell - Grundseminar".

Das Zertifikat ist daher für eine spätere Selbstständigkeit wichtig. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 220 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten enthalten.

Verantwortliche Person für Brandmeldeanlagen (BMA) gemäß DIN 14675 inkl. Prüfung (ca. 1.400 Euro)
Gemäß der DIN 14675 müssen Fachplaner und Errichter den Kompetenz-Nachweis für das Planen, Montieren, Inbetriebsetzen, Abnehmen, Errichten und Instandhalten von Brandmeldeanlagen erbringen. Dieses Seminar bereitet auf die Prüfung zur verantwortlichen Person gemäß DIN 14675 vor, in der Sie diesen Kompetenznachweis erhalten.

Fachkraft für Sprachalarmanlagen nach DIN 14675 inkl. Prüfung (ca. 1.100 Euro)
Fachbetriebe, die sich nach DIN 14675 für Sprachalarmanlagen zertifizieren lassen wollen, müssen einen Kompetenznachweis in Form einer Prüfung erbringen. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 825 Euro für das Seminar sowie 275 Euro Prüfungskosten sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten.

Fachkraft für Rauchwarnmelder nach DIN 14676 (ca. 210 Euro)
Rauchwarnmelder in Wohnungen, Wohnhäusern und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung sind aufgrund der Landesbauordnungen in immer mehr Bundesländern Pflicht. Nur durch eine fachgerechte Projektierung und Montage unter Beteiligung der Norm DIN 14676 können Sie sicher sein, dieses Schutzziel zu erreichen. Auch in Bezug auf betriebliche Haftungsfragen ist diese Schulung ein Muss. Alle fünf Jahre ist der Kompetenznachweise zu aktualisieren. Die normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 210 Euro für das Seminar sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten.

Fachkraft für Feststellanlagen nach DIN 14677 (ca. 650 Euro)
Zur Sicherstellung der einwandfreien Funktionsbereitschaft einer elektrisch gesteuerten Feststellanlage sowie Rauchschutzabschlüssen, legt die DIN 14677 die Grundlage bezüglich "lnstandhaltungsmaßnahmen" für den Betreiber und lnstandhalter fest. Ergänzend gibt die DIN 14677 Empfehlungen für den Nachweis der Kompetenz von Fachfirmen und Personen, die mit der Instandhaltung beauftragt sind. Neben der regelmäßig durchzuführenden Funktionsprüfung (Inspektion) führt die Fachkraft ergänzend die jährliche Wartung durch. Alle fünf Jahre ist der Kompetenznachweis zu aktualisieren. Die normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 650 Euro für das Seminar sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten.

14.710 €

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